Montag 11.01. um 18:30 Uhr: Vortrag zur Klimarelevanz der Tierindustrie

Am Montag, 11.01. 18:30 Uhr

VORTRAG zur Klimarelevanz der Tierindustrie

von Animal Climate Action

in Zusammenarbeit mit Klimagerechtigkeit Kassel (KligK) und dem Tierrechtskollektiv Kassel

Dass die Landwirtschaft und insbesondere die Tierproduktion einer der größten Verursacher der Klimakatastrophe ist, ist unumstritten. Ohne eine drastische Reduktion der globalen Tierproduktion wird Klimagerechtigkeit nicht möglich sein. Trotzdem bleibt die Auseinandersetzung mit dem Thema schwierig, ob am Abendbrottisch oder in politischen Kontexten. Bequeme Erzählungen von der ökologischen Unbedenklichkeit von Biofleisch und Biomilch oder der romantische Rekurs auf indigene Kulturen verstellen oft den Blick auf die wesentlichen Wirkzusammenhänge. Das Wachstum der Tierproduktionsbranche stellt ein Musterbeispiel für profitgetriebene kapitalistische Produktion dar. Dieser Branche ist es gelungen, Luxusprodukte für einen kleinen aber zahlungskräftigen Teil der Weltbevölkerung erfolgreich zu vermarkten und die Kosten in Form massiver Naturzerstörung zu externalisieren. Die in der Tierproduktion vorzufindende extreme Ausbeutung der Arbeiter*innen koinzidiert mit dem unermesslichen Leid der zum Produktionsmittel reduzierten (Nutz)tiere. Es leben zwar immer mehr Menschen vegan, doch es ist zu einfach und reicht nicht, auf die Verantwortung der Konsument*innen zu verweisen. Deutschland ist der viertgrößte Fleischexporteur weltweit (und der größte in Europa). Dazu kommen massive Importe von Futtermitteln, insbesondere aus Südamerika, die mit starken Regenwaldabholzungen und Lebensraumzerstörung einhergehen. Daher: Klimagerechtigkeit heißt Tierindustrie abschaffen!

MONTAG, 11.01. ab 18:30 Uhr. ONLINE

Anmeldungen (auch spontan möglich) bitte über die Email: tierrechts-kollektiv-kassel@riseup.net – dann erhaltet ihr auch den Teilnahme-Link.

Video-Vortrag “Rechte für Tiere” bei Nach dem Rechten Sehen Kassel

Nach dem Rechten Sehen Kassel hat uns eingeladen, einen Vortrag zu rechten Strömungen in den Tier-Bewegungen zu halten. Schaut gerne mal rein 🙂

 

Corona, Isolation, soziale Distanz und winterliche Kälte – die Zeiten sind hart. Für alle, die zwischendurch auf andere Gedanken kommen wollen, haben wir was am Start: Zwei Menschen des Tierrechtskollektiv haben für NDRS in der Kulturwerkstatt Karnak einen Vortrag gehalten über “Rechte für Tiere”. Wenn ihr erfahren wollt, welche historischen Wurzeln der Tierschutz hat, welche rechten Strömungen es bis heute in dieser Bewegung gibt, wo der Unterschied zum Tierrecht besteht oder was es mit Tierbefreiung und Kapitalismuskritik auf sich hat, schaut rein, diskutiert die Inhalte oder schreibt uns eure Kritik!

 

Weitere Infos zu Nach dem Rechten Sehen: http://www.nachdemrechtensehen.de/

24.11.2020: Vortrag beim Peoples Climate Summit Kassel

Die Students for Future organisieen dieses Jahr eine digitale Public Climate School (23.11.-27.11.) an der Universität Kassel.

Gemeinsam mit Klimagerechtigkeit Kassel steuern wir am Dienstag, 24.11., von 16:00 – 17:00 Uhr einen Vortrag zur Klimarelevanz der Tierindustrie bei:

Die Tierindustrie ist — neben vielfältigen anderen sozialen, ökologischen und tierethischen Problemen — für enorme Treibhausgasemissionen verantwortlich. In diesem Vortrag erläutern wir den Treibhausgas-Fußabdruck der Tierindustrie, wo die Emissionen konkret entstehen und welche Handlungsmöglichkeiten es gibt — sowohl auf persönlicher Ebene als auch auf politischer. Dabei gehen wir auch auf den größten Tierindustrie-Akteur hier in Nordhessen ein, den Konzern Plukon.

Hier der Link zur Teilnahme: http://conference.sixtopia.net/b/hxz-e4v-mrk

05.09.2020: Wir rufen auf zu Demo „Kassel United Against Racism“

Gemeinsam mit Klimagerechtigkeit Kassel (KligK), Solidarity City Kassel, Seebrücke Kassel, dem AStA Kassel und weiteren rufen wir auf zu einer Demo am 05.09.2020 unter dem Motto „Kassel united against racism“!

 

 

***English below***

Kassel united against racism
05.09.2020 / 13 Uhr / Hauptbahnhof Kassel

Fünf Jahre sind vergangen, seitdem die Balkanroute erkämpft wurde. In Deutschland zeigte sich eine „Willkommenskultur“, die viele Menschen hoffen ließ. Dieses Hoffen war von kurzer Dauer.
Fünf Jahre später müssen wir feststellen: nichts hat sich verändert. Tagtäglich sind BIPoC von Rassismus betroffen.

⁃ Racial Profiling durch die Polizei
⁃ “Ausländisches” Aussehen und Name als Ausschlusskriterum bei Job- und Wohnungssuche
⁃ Arbeitsverbot und Zwangseinquartierungen
⁃ Abschiebeknäste und massenweise Abschiebungen
⁃ Menschen, die tagtäglich im Mittelmeer ertrinken und nicht gerettet werden
⁃ Menschen, die im Krieg sterben und verhungern.

Diese Liste ließe sich noch ewig weiterführen. Alle aufgeführten Punkte entspringen der Teilhabe Deutschlands an dem auf Ungerechtigkeit und (Neo)Kolonialismus basierenden globalen Ausbeutungssystems.

In unserer Gesellschaft ist Rassismus nicht nur vorhanden (wie immer wieder bagatellisierend eingeräumt wird), unsere Gesellschaft basiert auf Rassismus. Diese Zustände werden wir so nicht mehr hinnehmen. Deutschlandweit werden zwischen dem 02.09.2020 und dem 05.09.2020 antirassistische Aktionstage stattfinden ( https://www.welcome-united.org/de/aufruf2020/ )

Wir sehen uns als Teil dieses Bündnisses und werden am 05.09.2020 in Kassel demonstrieren! Unterzeichnet diesen Aufruf und kommt zur Demo! Bringt eure Banner, Plakate und Schilder, aber auch Masken mit! Haltet zudem auf der Demo Abstand.

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Kassel united against racism
05.09.2020 / 13 h / Kassel main station

Five years have passed since the Balkan route was won. In Germany, a “culture of welcome” has emerged that gave many people hope. Bit this hope was rather short-lived.
Five years later we have to admit: nothing has changed. Everyday BIPoC are facing racism.

⁃ Racial profiling by the police
⁃ “Foreign” appearance and name as exclusion criteria when looking for a job or a flat
⁃ Ban on work and forced relocation
⁃ Deportation prisons and mass deportations
⁃ People drowning every day in the Mediterranean and not being rescued
⁃ People who die and starve in war.

This list could go on forever. All the points listed stem from Germany’s participation in the global system of exploitation based on injustice and (neo)colonialism.

In our society racism is not only present (as is often trivialised), our society is based on racism. We will no longer tolerate these conditions. Between 02.09.2020 and 05.09.2020, anti-racist action days will take place throughout Germany ( https://www.welcome-united.org/de/aufruf2020/ )

We see ourselves as part of this alliance and will demonstrate on 05.09.2020 in Kassel! Sign this appeal and come to the demonstration! Bring your banners, posters and signs, but also masks! Also keep your distance at the demo.

31.07.2020: Protest gegen Plukon-Schlachthof in Gudensberg

Heute fand in den frühen Morgenstunden eine Aktion gegen den Plukon-Konzern in Gudensberg statt, der dort Hessens größten Geflügel-Schlachthof betreibt.

Zusammen mit Klimagerechtigkeit Kassel haben wir im Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie mehr als 30 Schilder in Gudensberg aufgehängt, um angesichts der  wiederkehrenden Corona-Infektionen in Schlachtfabriken einen Stopp des Plukon-Betriebs zu fordern!

Nachfolgend findet ihr die Pressemitteilung, hier der Link zur Veröffentlichung mit weiteren Bildern auf den Seiten von Gemeinsam gegen die Tierindustrie:
https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/protest-gegen-schlachthof-in-gudensberg-nordhessen/

Wenn ihr auch gerne einmal bei einer Aktion von Gemeinsam gegen die Tierindustrie dabei sein möchte: meldet euch gerne!

 

Gudensberg, 31. Juli: Aktivist*innen des Bündnisses „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ haben mehr als 30 Schilder in Gudensberg aufgehängt, um gegen den Fleischkonzern Plukon zu protestieren. Sie fordern angesichts der wiederkehrenden Corona-Infektionen in Schlachtfabriken einen Stopp des Plukon-Betriebs in Gudensberg.

Mehr als 30 selbstgemalte Protest-Schilder aus bis zu 2 Quadratmeter großen Pappkartons säumen seit den frühen Morgenstunden die Besser Straße in Gudensberg im Schwalm-Eder-Kreis. Aktivist*innen von Klimagerechtigkeit Kassel und vom Tierrechtskollektiv Kassel, die sich dem überregionalen Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie angeschlossen haben, protestieren damit gegen den Betrieb der Schlachtfabrik des Fleischkonzerns Plukon.

Die Besser Straße verbindet den Gudensberger Ortskern mit der Plukon-Schlachtfabrik jenseits der Autobahn. Auf den Schildern sind Botschaften wie „Plukon enteignen!“ und „Rassistisches Subunternehmertum abschaffen!“ zu lesen – sowohl auf Deutsch als auch auf Bulgarisch, der Sprache von vielen bei Plukon in Gudensberg tätigen Arbeiter*innen.

„Wir möchten uns mit dieser Aktion mit den Arbeiter*innen solidarisieren, die weiterhin unter krassen Bedingungen arbeiten müssen und somit wissentlich einem hohen Risiko einer Corona-Ansteckung ausgesetzt werden“, sagt Lisa Mai, eine der Aktivist*innen.

Der Schlachthof in Gudensberg läuft derzeit im Normalbetrieb, noch wurden keine Corona-Fälle bekannt. Jedoch zeigen die Entwicklungen bei vielen Fleisch-Konzernen, dass Schlachtfabriken Corona-Infektionsherde sind. Mitte Juni hatten sich mehr als 1.500 Mitarbeiter*innen des größten Tönnies-Schlachthofs mit Corona infiziert; die umgebenden Landkreise mussten einen neuen Lockdown hinnehmen.

„Die Corona-Pandemie ist noch in vollem Gange“, sagt Juri Nadler von Klimagerechtigkeit Kassel. „Der Kreis ergreift derzeit höchstens halbherzige Maßnahmen, um die Plukon-Schlachtfabrik trotz allem am Laufen zu halten. Und dabei ist Corona für uns nicht das einzige Problem: der mit dem Plukon-Konzern verbundene Futtermittelanbau und die Tierhaltung heizen die Klimakrise enorm an.“

„Finanzielle Hilfen für die Familien der Arbeiter*innen bei Plukon”

„Die Schlachtfabrik steht für massives Leid für Millionen fühlender Lebewesen. Und nicht zuletzt die Lage der Arbeiter*innen, die häufig bei Subunternehmen angestellt werden, ist nicht erst seit der Corona-Krise unerträglich. Angesichts der aktuellen Entwicklungen muss die Plukon-Schlachtfabrik jetzt geschlossen werden“ so Lisa Mai vom Tierrechtskollektiv Kassel.

„Das Klima und das Leid der Tiere werden durch das kapitalistische Wirtschaftssystem dem Streben nach Profit untergeordnet“, so Nadler weiter. „Mit unserer Aktion setzen wir uns für eine Welt der Solidarität statt einer der Ausbeutung und Zerstörung ein.“

Pressekontakt: presse@gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org